Jean Portante, Luxembourg

Jean Portante wurde 1950 in Differdange, in Luxemburg, als Kind italienischer Eltern geboren. Als Autor zahlreicher Werke veröffentlichte er an die sechzig Bücher: Gedichte, Essais, Anthologien und Übersetzungen, die der vielsprachige Schriftsteller aus dem Spanischen, Deutschen, Englischen und Luxemburgischen überträgt.

In Luxemburg ist er künstlerischer Direktor des Festivals ‘Printemps des poètes’, literarischer Direktor der Revue TRANSKRIT, Professor des Spracheninstituts ‘Institut national des langues’ und Journalist für den Jeudi. In Frankreich ist der Mitglied der literarischen Vereinigung ‘Académie Mallarmé’ und leitet die Sammlung ‘Cahiers latins’, im Verlag Caractères.

Jean Portante ist u. a. mit folgenden Literaturpreisen ausgezeichnet worden: Prix Servais (1993) und Prix national (2011) in Luxemburg; in Frankreich: le Grand Prix d’automne de la Société des gens de lettres (2003) und den Prix Mallarmé für sein Buch L’étrange langue (2003).

Es war Jean Portante der, während der Abende der Poesie in Struga, 2006 das Buch Senghor – Šopov : Parallèles (Skopje, Sigmapres) vorstellte. Er gehörte ebenso zu den Initiatoren, die das Buch Aco Šopovs Schwarze Sonne , erschienen 2012 im PHI Verlag in Luxemburg, ermöglichten.

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WAS ICH IN DEN WOLKEN SEHE steht erneut zum Kauf aus
die Käufer drängen sich unter diesem schwarzen Stück Himmel

unter diesem himmlischen Markt bin ich wie der Bettler dem träumt
der Schatten sei zwangsläufig die versteckte Seite des Goldes

und wie der Bettler zieh ich meinen Mantel aus

so viel Dunkelheit auf einmal loszuwerden schmerzt
es regnet und schwer wiegt der Regen auf meinen Schultern
und das Gold tritt ein in meinen Körper als sei ich eine Sonnenblume

Übersetzung aus dem Französischen von Odile Kennel