Aco Šopov, Georgi Stardelov, Ina Jun Broda

Ina Jun Broda, Aco Šopov (links) und Literaturkritiker Georgi Stardelov.

Ina Jun-Broda (Österreich – Kroatien)

Ina Jun-Broda (Pseudonym: Jana Joan, Giula Weiner), wurde am 18. 4. 1899 in Zagreb geboren. Sie starb am 16. 8. 1983, in Wien.

Gegen Ende der siebziger Jahre übersetzte sie viele Gedichte Šopovs, aber kam aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu sie zu veröffentlichen. Diese Übersetzungen lagerten lange Jahre im Haus Šopovs. Viele konnten jetzt endlich veröfftenlicht werden: Soleil noir – Schwarze Sonne, Edition PHI, Luxenburg, 2012.

“Broda war Pflegerin in einem Partisanenspital und floh 1944 nach Bari in Süditalien, befreit seit dem 8. September 1943 von den, bereits am 10. Juli 1943 in Sizilien gelandeten Alliierten. Sie heiratete 1947 den österreichischen Physiker Engelbert Broda in Wien. Während ihrer Partisanenzeit entstanden zahlreiche Gedichte, die in der Anthologie „Der Dichter in der Barbarei“ 1950 erschienen waren. Auf Kroatisch wurden dieselben Gedichte unter dem Titel „Pjesme iz tame“, etwa mit „Gedichte aus dem Dunkel“ übersetzbar, herausgegeben. Sie lebte in Zagreb und Wien, schrieb auf Deutsch und Serbokroatisch. Außerdem war sie Rezensentin für österreichische und jugoslawische Zeitungen sowie Übersetzerin, z.B. von Miroslav Krleža und Aco Šopov.”  (Katharina Madersbacher: Österreichische und französische Widerstands-Lyrik im Vergleich)

ina-jun-broda-beschwingter-stein2012 Soleil noir bilingueJun-Broda war eine wichtige Vermittlerin zwischen deutschsprachiger und jugoslawische Literatur.

Sie veröffentlichte eine jugoslawische Gedichtband unter dem Titel Beschwingter Stein (Wien ; München : Jugend und Volk, 1976.- 139 p.)